Aachen: Lieblingspfalz von Karl dem
Großen
Modell von der Pfalz Karls des Großen in Aachen. Hier hat Karl
gewohnt und geherrscht, wenn er in Aachen war. Die Pfalz ließ
er gegen Ende des 8. Jahrhunderts bauen. Sie war so etwas wie
die Hauptstadt des fränkischen Königreiches und wurde
von den
damaligen Menschen das "zweite Rom" genannt (weil sie wie
ein römischer Kaiserpalast aussah. Heute sieht man an der
Stelle
der Pfalz das Aachener Rathaus und den Dom.
Das Aachener
Rathaus heute, gebaut im 14. Jahrhundert. Teile
des Rathauses hatten schon zu Karls Kaiserpfalz gehört.

Der Aachener Dom. Der achteckige Teil mit runder Kuppel
war bereits Bestandteil der alten Kaiserpfalz von Karl
dem Großen.
Im Inneren des
achteckigen Teiles des Aachener Doms,
dem sogenannten "Oktogon" (Achteck).

Der Thron Karls des Großen im Aachner Dom. Auf diesem
steinernen Stuhl saß Karl der Große, wenn er
regierte,
d.h. z.B. Besucher empfing.

Karl der Große. Diese Statue steht heute im Louvre in Paris.
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Malik und Nisaan, Klasse 7d
Die 7d auf
den Spuren Karls des
Großen
Ein Reisebericht von Malik Öztürk u.a.
Krefeld, 25. Mai 2005. An diesem Tag
hatten wir einen Wadertag. Die Hälfte der Klasse wollte nach
Aachen und die andere Hälfte wollte nach Movie Park Germany.
Dabei führten wir eine heftige Diskussion - die Lehrer gegen die
Schüler und die Schüler untereinander. Die Lehrer hatten
keine Ahnung, was sie machen sollten. Also wurde
abgestimmt.
Eines
Tages hatte Herr Weinhold wieder einmal einen gestressten Tag und
endschied, dass alle nach Aachen fahren. [Tatsächlich gab es eine entsprechende
Abstimmung... Weinhold]
Als wir alle am Krefelder Bahnhof angekommen waren, hat es eine halbe
Stunde gedauert, bis wir alle Fahrkarten gekauft hatten. Während
der Fahrt war es angenehm - aber bis wir in Aachen waren, hat es noch
einmal eineinhalb Stunden gedauert und das war sehr langweilig. Manche
machten Handspiele, spielten mit ihren Handys, tauschten miteinander
Musik oder hörten sich MP3 an.
Nachdem wir angekommen waren, hielten wir uns an einem Brunnen auf, aus
dem heißes Wasser kam. Das stank entsetzlich - wie
verfaulte Eier. Das heiße Wasser, das in Aachen aus der Erde
sprudelt, wird bis zu 74° Grad heiß und stinkt deshalb so
widerlich, weil es ganz viel Schwefel enthält. Schwefel kommt in
der Natur oft vor und hat die unangenehme Eigenschaft zu stinken, wenn
er heiß wird.
Manche Schüler aus der Klasse (z.B. Jud-Edwin) wurden sogar von
herrn Weinhold gezwungen aus dem Brunnen zu
trinken - nur damit ein Foto davon gemacht werden konnte.
Als wir in den Aachener Dom hinein gingen (das eigentliche Ziel unserer
Fahrt), sahen wir an der Decke ein
goldenes Muster. Wir wussten zwar nicht genau, was das darstellen
sollte, fanden es aber ganz nett anzuschauen.
Nach einer halben Stunde flog dann ein Teil der Klasse aus dem Dom.
Ungefähr fünf bis sechs Klassenkollegen hatten vor einem
Altar ein Gruppenfoto gemacht, bei dem sie dümmliche Grimassen
schnitten und öbszöne Gesten machten. Herr Weinhold war
ziemlich sauer, nachdem erhörte, was unsere Klassenkollegen da
veranstaltet hatten. Erst machte er ihnen eineigen Stress, dann ging er
mit ihnen in den Dom zurück, damit sie sich bei den
Aufsichtspersonen entschuldigten.
Und dann geschah etwas Erstaunliches: Genau in dem Augenblick, in dem
Herr Weinhold über die Schwelle des Domeingangs trat, ging das
Armband seiner kostbaren Uhr kaputt.
Bis heute fragt sich Herr Weinhold, warum er immer dafür bestraft
wird, wenn jemand in seiner Klasse Scheiße baut.
Ehe wir dann alle noch ungefähr eine Stunde lang in Aachen shoppen
gingen, sahen wir uns noch die Spuren an, die angeblich der Teufel beim
Bau des Aachener Domes hinterlassen hat. Dazu gibt es eine ziemlich
merkwürdige Geschichte:
INFO
Um den Aachener
Dom ranken sich viele Sagen. Eine davon ist, dass die Aachener
Bürger beim Bau ihres Domes in große Geldnot kamen.
Da bot der Teufel hinterlistig seine
Hilfe an, allerdings nur unter der Bedingung, dass er die erste Seele
bekäme, die den Dom betreten wird. Um den Teufel zu
überlisten, wurde ein Wolf nachts in den völlig dunklen Dom
geschickt. Der Teufel in seiner Gier stürzte sich sofort auf das
Tier und riss ihm die Seele aus dem Leib. Zu spät bemerkte er den
Betrug. Doch dann raste er mit einem fürchterlichen Heulen aus dem
Dom und schlug das schwere Portal dabei so fest zu, dass er sich den
Daumen in der eisernen Pforte quetschte. Heute steht die Statue des
Wolfes (in Wirklichkeit eine römisch-antike Plastik des 2.
Jahrhunderts n. Chr. aus Bronze) direkt hinter dem Eingang rechts, und
zur Rechten ist die Seele des Wolfes (in Wirklichkeit ein bronzener
Pinienzapfen des 10. Jahrhunderts) abgebildet. An
der Stelle des Portals, an der
sich der Teufel, laut Sage, den Daumen gequetscht hat, ist auch heute
noch eine tiefe Delle im Metall und ein langer Riss zu erkennen. Dass
es an diesem Ort nicht mit rechten Dingen zugeht, musste Herr Weinhold
erfahren, als ihm unmittelbar beim Betreten des Domes das Armband
seiner kostbaren Uhr kaputt ging. Eine späte Rache des Teufels?
Aber warum, um alles in der Welt, hat sich der Teufel an Herrn Weinhold
gerächt, warum nicht an einem seiner Schüler? Wir werden es
wohl nie erfahren...
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Nach dem Shoppen ging´s dann nach Krefeld zurück. Dabei
entstand große Hektik, weil einfach kein Bus kommen wollte, der
uns zurück zum Bahnhof bringen konnte. Als dann endlich einer kam,
war es schon ziemlich spät und ungewiss, ob wir den Zug noch
schaffen würden. Eine Gruppe von Mädels nervte dann noch am
Aachener Bahnhof, weil sie sich weigerten, so wie alle anderen
Schüler zum Bahnsteig zu rennen. Lütfiye wörtlich: "Den
Zug schaffen wir ja eh nicht mehr..." Dass wir ihn dann doch noch
schafften, lag daran, dass Herr Weinhol noch mal heftig ausgerastet
ist. Nur gut, dass seine Uhr bereits kaputt war - sonst wäre er
von den übernatürlichen Mächten vermutlich schon wieder
bestraft worden.
Von Malik, Jud-Edwin,
Nisaan, Ali, Cuma und Herrn Weinhold
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